Rolli-Treff-Franken e.V.
SPASS & SPORT FÜR ROLLIKIDS & ALLE ALTERSGRUPPEN

Türen und andere Hindernisse

Bei unserem  vierten Stadttraining  haben wir mit dem Öffnen von schweren Türen im Hauptbahnhof Nürnberg begonnen. Wir haben einige Techniken ausprobiert und jeder hatte einige Tipps auf Lager, wie man diesen "Sesam öffne dich" bewältigen kann. Die Schwierigkeit bestand darin, den richtigen Halt zum Abstoßen zu finden, genügend Kraft zu haben, um die Türe so weit öffnen zu können, damit wenigstens die Vorderräder über die Schwelle kommen, um dann wieder nachstoßen zu können, damit dann der/die ganze Rollstuhlfahrer*in samt Hinterrädern durch die Tür kam.
Für den zweiten Übungsbaustein haben wir uns das Befahren von Bordsteinen vorgenommen. Hier war es enorm wichtig, die richtige Technik zu haben sowie den richtigen Schwung und Anlauf. Auch den Schwerpunkt rechtzeitig nach vorne oder hinten zu verlagern war gar nicht so ohne.
Zu guter Letzt haben wir wieder Rolltreppentraining gemacht, für das jedes Mal wieder Konzentration und Disziplin notwendig war, um sicher hinauf oder herunter zu kommen. Die größte Hürde ist jedesmal beim Rückwärtsfahren abwärts über den Hügel am Ende der Rollstreppe zu kommen, ohne nach hinten zu kippen oder zu verkanten. Dazu ist gleichmäßiges Abstoßen am Greifring und am Handlauf notwendig und die richtige Körperhaltung. Wer schön öfter am Stadttraining teilgenommen hat, hatte bereits Erfolgserlebnisse. Für Neulinge war es verständlicherweise etwas schwerer.
Zum ersten Mal hatten wir auch richtig gute Werbung für den Rollitreff, die wir am Rollstuhl befestigt haben oder die von unseren zwei kleinen Fahnenträgern präsentiert wurde.
Bei der Nachbesprechung im Cinecitta haben wir dann auch noch zwei äußerst nette Damen im Rollstuhl getroffen und gleich Kontakt geknüpft und Werbung für unseren Rollitreff gemacht.
Unterstützt wurden wir wieder mit allen Kräften von unseren Begleitpersonen, denen wieder ein besonders großer Dank gilt. Wir freuen uns aufs nächste Mal.  (Ingrid Wolff)


Treppen und Rolltreppen

Beim dritten Stadttraining im Dezember mussten wir uns warm anziehen, es war windig und kalt. Der Schwerpunkt des Trainings lag auf dem Bewältigen von Treppe und Rolltreppe. Wir haben verschiedene Techniken probiert und für jeden die am besten geeignete Methode gefunden. Gerade beim Rolltreppe fahren haben wir festgestellt, dass es enorm wichtig ist, welche Hand beim Ausstieg greift oder hält oder ob es sogar besser ist, beide Hände am Handlauf zu lassen.
Das Treppenbewältigen ging eindeutig besser mit zwei als nur mit einer Person. Hindernisse waren allerdings eher zu tief sitzende Kippvorrichtungen am Rollstuhl als die Treppe selbst. Ein besonderer Dank an unsere unermüdlichen Begleitpersonen, die kräftig angepackt und einigen Muskelkater bekommen haben.
Fürs nächste Mal sind Wiederholungen geplant sowie das Öffnen schwerer Türen, Bordsteinfahren oder tiefe Rillen auf Hinterrädern zu überwinden. Wir freuen uns darauf! (Ingrid Wolff)


Erste Mobilitätstrainings in der Stadt

Am 21. September 2019 fand unser erstes Mobilitätstraining in der Nürnberger Innenstadt unter der Leitung von Romy statt. Schwerpunkte des Stadttrainings sind Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Überwinden von Bordsteinen, Steigungen und Gefälle, sowie Fahren auf unebenem Belag wie Kopfsteinpflaster.
Treffpunkt war der U-Bahnhof Kaulbachplatz, wo wir zunächst der Ein- und Ausstieg in die U-Bahn trainierten. Zügiges Ein- und Aussteigen, schnell einen guten Platz finden und Rollstuhl anbremsen bevor die Bahn losfährt, ist für Ungeübte gar nicht so einfach.
Mit der U-Bahn fuhren dann wir bis zum Rathenauplatz. Dort gibt es eine langgezogene Rampe an, an der wir prima das Herabfahren auf den Hinterrädern üben konnten. Wir lernten auch, wie man sich mit Hilfe eines Geländers eine Steigung leichter hochziehen kann.
Bei diesen Übungen zeigten sich Tücken einzelner Rollstühle, wie zu ein zu tief eingestellter Kippschutz oder zu geringer Radabstand. Hier werden Nachbesserungen durch den Reha-Techniker erforderlich.
Nebenbei haben wir noch eine Rolltreppe erklommen und mit sechs Rollstuhlfahrern die Straßenbahn unsicher gemacht.
Alle hatten jede Menge Spaß und die Sonne lachte ebenfalls vom Himmel. Neben dem eigentlichen Training redeten wir auch über andere Themen, wie z.B. Rollstuhlversorgung und Probleme mit der Krankenkasse. Bei einer Nachbesprechung im Biergarten ließen wir das Training gemütlich ausklingen.
Unterm Strich fanden alle Teilnehmer*innen das Training äußerst hilfreich und gewinnbringend. Ein ganz herzliches Dankeschön geht an alle Begleitpersonen, ohne die ein solches Training gar nicht möglich gewesen wäre.
Beim zweiten Termin haben wir S-Bahnen und RE-Züge erobert und das Rolltreppenfahren mit Begleitperson wiederholt.
(Ingrid Wolff)